Die Schmiede

Die Schmiede ist in etwa 60 Quadratmeter groß und mittlerweile ganz gut für kleine Arbeiten eines Schmieds gerüstet. Viele der meist benutzten Werkzeuge sind selbst geschmiedet oder geschweißt.

Die Gasesse (Schmiedeofen)

Als Hitzequelle benutze ich eine selbst gebaute Gasesse (Schmiedeofen mit Propangas). Diese besitzt ein elektrisches Luftgebläse, um eine möglichst effiziente und saubere Verbrennung zu erzielen. Die eingeblasene Luft mischt sich in einer großen Kammer mit dem Propangas und tritt dann durch mehrere kleine Löcher in die Brennkammer ein. Ich erziele damit eine höhere Effizienz und höhere Temperaturen als bei einem handelsüblichen Venturibrenner, der kein elektrisches Luftgebläse benötigt.

Ich benutze Propangas als Energiequelle, weil es die sauberste und einfachste Lösung ist. Die Temperatur kann einfach durch die Gasmenge und den Luftdruck bestimmt werden. Ist die Esse einmal eingestellt, so hält sie eine feste Temperatur. Ich kann mich dabei auf das Schmieden konzentrieren. Das ist besonders beim Feuerschweißen eine große Hilfe.

Das Schmieden

Schmieden heißt bei mir noch Handarbeit. Materialstärken bis 20×20 mm kann man bei hohen Temperaturen noch angenehm mit einem Handhammer (1-2 kg) verformen. Wird das Material stärker, ist ein Handhammer meist nicht mehr effektiv. Dann braucht man einen Vorschlaghammer (5-8 kg). Um wirklich effektiv großes Material zu verformen, benötigt man eine Schmiedepresse oder einen Maschinenhammer. Um mir solche Maschinen leisten zu können, muss ich noch ein bisschen Geld sparen. Wenn Sie mich dabei unterstützen wollen, dann sehen Sie sich doch bitte meinen Shop an, ob sie etwas für sich finden.

Für mich ist das Schmieden ein ganz besonderes Handwerk. Das Verformen also Kneten von Metallen bringt seine ganze eigenen Herausforderungen mit sich. Erst ein mal ist es sehr wichtig, dass man das Material einschätzen kann. Man kann viele Metalle schmieden, aber meist verwendet man Stahl auf Grund der hohen Festigkeit und des geringen Preises. Bei Stahl alleine gibt es schon über 2500 verschiedene Sorten.

In der Kunstschmiede verwendet man meist Baustahl. Er ist in allen Formen fast überall verfügbar, sehr günstig und außerdem sehr leicht verformbar. Will man jedoch Werkzeuge herstellen, dann ist Baustahl viel zu weich, um eine scharfe Schneide zu halten. In der Werkzeugschmiede werden meist härtbare Werkzeugstähle verwendet. Sie sind teurer, schwerer zu verformen und müssen nach dem Schmieden vergütet werden, damit man auch ein wirklich verschleißfestes Werkzeug erhält.

Hat man das richtige Material gewählt, gibt es nur noch das Problem: Man kann nicht nur seiner Intuition, sondern muss auch den Gesetzen des Materials folgen. Beim Schmieden wird das Material nur geknetet und meist kann man es mit dem Hammer immer nur dünner schlagen. Stahl kann man nur sehr schwer wieder stauchen, also das Material an einer Stelle verdicken. Man muss sich also genau bewusst sein, wie man aus einem Rohmaterial eine bestimmte Form erreichen will. Da hilft meist auch nur eine Menge Erfahrung.